Rathscheck Schiefer 
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Schiefer ist nicht gleich Schiefer!

Warum dies so ist, zeigt ein Blick auf die Entstehung des Schiefers. Zunächst als feinster Tonschlick auf dem Meeresgrund abgelagert und zu Tonstein verfestigt, entstand der Schiefer vor rund 400 Mio. Jahren bei der nachfolgenden Gebirgsbildung unter Druck und hohen Temperaturen durch Umwandlung aus dem Tonstein.

Nur dort, wo wenig Schadstoffe wie Kalk, Kohlenstoff, Schwefel oder oxydierbare Erze eingeschwemmt wurden und optimale Druck- und Temperaturverhältnisse herrschten, entstand guter Schiefer, der sich für Dach und Wandbekleidungen eignet. Daher ist es wichtig, bei Ausschreibungen und Bestellungen immer auch das gewünschte Vorkommen anzugeben, wenn man qualitätsmäßig sichergehen will.*

Die drei Qualitätsebenen:

Rathscheck Schiefer

  • Schiefer ist ein Ablagerungsgestein. Die Ablagerung entstand vor ca. 400
    Millionen Jahren zu unterschiedlichen Bedingungen an unterschiedlichen
    Stellen.
  • In der Zusammensetzung und Qualität ist Schiefer daher nicht gleich Schiefer.
  • Selbst bei einer qualitativ sehr guten Schiefer-Lagerstätte muss der Schiefer
    „auserlesen” werden; Störungen, Fremdeinschlüsse, Nebengesteine etc.
    muss der Fachmann erkennen und selektieren. Eine fachmännische Bearbeitung
    ist notwendig.
  • Weil die Natur so den Fachmann fordert, sind Normen für Qualitätsaussagen
    nur sehr bedingt aussagekräftig.
  • Die Europäische Bauproduktenrichtlinie (CPD) regelt auch die Anforderungen
    an das Naturprodukt Schiefer und schreibt die Gültigkeit europäischer Normen
    und die Vergabe eines CE-Zeichens vor.
  • Eine über ein Jahrzehnt andauernde europäische Diskussion erreichte nur einen
    absoluten Minimal-Kompromiss, das Normenwerk EN12326. Es handelt sich
    dabei nur um Mindestanforderungen.
  • Die Anforderungen, die sich aus diesem Normenwerk ergeben, werden in einem
    Produktdatenblatt Schiefer (Anhang II) der Regeln für Deckungen mit Schiefer
    zusammengefasst.
  • Die Konformitätsnachweise und Prüfzeugnisse nach diesen europäischen
    Normen erwecken nur den Anschein von Beurteilungsmöglichkeiten.
    Ein vollkommenes Beurteilungsbild geben sie leider nicht.
  • Ob z.B. ein Schiefer im Laufe der Zeit seine Funktion verliert, sich farblich
    verändert oder die erwartete lange Lebensdauer nicht erreicht, ist dem
    Prüfzeugnis bzw. dem Konformitätsnachweis nicht zu entnehmen, selbst, wenn
    die dort angegebenen Codes (z.B. A1-2, S1-3, T1-3) jeweils mit „1“
    gekennzeichnet werden.
  • Eine der Möglichkeiten, sich ein Bild zu verschaffen, ist die Petrographie.
  • Machen Sie sich Ihr Bild und vertrauen Sie unserer Forschung, Erfahrung und
    Sachkompetenz.

Schieferkauf ist und bleibt Vertrauenssache.

*Näheres finden Sie in unserem Kompendium  "Schiefer - Natürlicher Baustoff für Kenner und Könner".

 
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